Social Bookmarking

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Wohin mit all den spannenden Links, die z.B. über den neusten Twitter-Tweet oder bei der Recherche für die Vorbereitung von Seminaren auftauchen? Über Social Bookmarking, d.h. das öffentliche Sammeln über den eigenen Browser hinaus, können sie thematisch geordnet, auch von anderen Seminarbeteiligten von Dozent*innen bis Teilnehmenden genutzt werden. Doch dem schnellen Wandel im Internet sind auch Social-Bookmarking-Dienste unterworfen. So wird z.B. der kostenlose Dienst „deliciousleider seit 2016 nicht mehr weitergeführt.

Unter edutags.de, einem Kooperationsprojekt von Deutscher Bildungsserver und Universität Duisburg-Essen/Learning Lab, finden sich für Bildungsmaterialien im schulischen Bereich viele Linklisten und die Möglichkeit, über einen Account eigene allein oder gemeinsam anzulegen. Siehe auch bpb.de/lernen/digitale-bildung/…wie-edutags-das-organisieren-von-lehr-lern-materialien-erleichtern-will
Für die außerschulische Bildung steht eine solche Plattform – nach aktueller Recherche – noch aus. Allerdings gibt es zahlreiche Dienste, die dafür genutzt werden können. Im Test im Fachbereich neue Medien der Stiftung wannseeFORUM ist gerade die kostenlose Version eines der vielen privaten Anbieter – hier ein paar Beispiele für Linklisten.

Arbeiten im Team und Verschlagwortung sind hier – wie bei den meisten anderen Diensten –  allerdings nur mit kostenpflichtigem Account möglich. Die Suche nach geeigneten Social Bookmarking-Möglichkeiten für die außerschulische Bildung geht also weiter….

Foto: https://pixabay.com/de/offenes-buch-nahaufnahme-lesezeichen-2159521/


Das war das #bcpb15


#bcpb15 im Zeitraffer
from Henning Wötzel-Herber on Vimeo.

Erklärvideo „Draw my life“ from wannseeFORUM on Vimeo.

Für alle, die dabei waren oder nicht dabei sein konnten beim #bcpb15:

Auch das Barcamp politische Bildung 2015 (19.-21.2.15)
brachte wieder viele Anregungen zum Nachmachen und Weitergeben mit sich: Viele Doku-Links zu den Sessions von Gebärdensprache über Projekte mit geflüchteten Menschen bis zu Video-Anleitungen als Links auf bcpb.de oder direkt im Sessionplan als Doku-Links.

Save the date für 2016: #bcpb16: 25.-27.2.16 in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein/Werneuchen


klasse! – klassische Methoden politischer Bildung

(Neue) Medien halten für die politische Bildungsarbeit attraktive Möglichkeiten bereit. Die Abgrenzung politischer Bildungsarbeit mit Medien von reinen medienpädagogischen Projekten ist jedoch nicht einfach, da – auf den ersten Blick – in beiden Bereichen teils mit ähnlichen Methoden gearbeitet wird. Um  Multiplikator_innen, die in der medienpädagogischen oder politischen Bildungsarbeit arbeiten bei der Methodenwahl zu unterstützen führte das ABC Bildungs- und Tagungszentrum das Seminar „Politische Bildung mit Medien – Methoden und Werkzeuge“ durch.

Folgende Materialien wurden gesammelt, getestet und bewertet:
* kommentierte Links zu Methodensammlungen

Methodendokumentation:
Die lebende Maschine

„Wie im richtigen Leben“ – Rollenrennen:

„Stille Diskussion“

„Mindmap“

„Refugee Chair“ und „Fluchtgründe“

Theaterpädagogische Übung


IJAB | „youthpart“: Multilaterales Kooperationsprojekt zur ePartizipation startet

IJAB | „youthpart“: Multilaterales Kooperationsprojekt zur ePartizipation startet.

Das Projekt bringt auch ein eigenes Etherpad mit: yourpart.eu, für den Einsatz in ePartizipationsprojekten mit Jugendlichen.

Kennengelernt: bei einem Workshop zur Entwicklung einer Fortbildung zur ePartizipation, angeregt von der Berliner Allianz für ePartizipation


Methodensammlungen im Netz

Methodenbox interkulturelles Lernen der IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
  • sortieren / suchen  nach Titel, Kategorie, Gruppengröße, Dauer, Schlagworten
  • sehr übersichtlich und klar formuliert nach Ziel, Gruppengröße und mit Hinweise
Methodensammlung des Bundesamtes für politische Bildung
  • gegliedert nach Einfache Methoden, Inhaltliche Strukturierungen, Intervention/Spiel, Komplexe Methoden
  • suchen nach Stichwort
  • übersichtliche Auflistung nach Gruppeneigenschaften, Dauer, Ort (Draussen, Drinnen), Sozialform etc.
Wiki zu Improvisationstheter mit vielen Übungen und Spielen
  • v.a. unter Aufwärmspiele finden sich tolle WUPs, darunter viele ganz einfache und kurze
pdf zum download mit ca. 100 Spielen
  • sortiert nach Kennenlernen (z.b. Kennenlern-Bingo, zu empfehlen), Auflockerung, abends beim Bierchen, Wissensvermittlung, zur Gruppendynamik
Materialien, Methoden, Projektbeispiele, Tipps, Tricks und aktuelle  Informationen für die medienpädagogische Praxis in Jugendarbeit und  Schule
  • lohnenswert sich über twitter oder  RSS mit Neuigkeiten und Ideen versorgen zu lassen
pb21.de ist ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und des DGB Bildungswerks zu Schnittstelle von politischer Bildung und Internet
  • eine Fundgrube für Tools (z.b. kollaborative Tools, z.T. Software, viele kostenlose/freie Programme)
  • viele Video von Interviews mit Expert_innen aus dem Bereich politische Bildung über Einsatz von Methoden, Tools oder Projekte
  • lesenswert: Spielen statt klicken. Facebook und Co. in einem Offline-Spiel kennenlernen
  • alle Materialien und informativer Web-Talk unter: http://pb21.de/2013/01/webtalk-facebook-spiel/
und ausserdem:
Methoden-Infos der Landesakademie Baden-Würthenberg
  • eher klassische Methoden und deren Hintergrund (z.b. Rollenspiele im Allgemeinen und nicht einzelne Rollenspiele)
  • sehr systematisch
gemäß Selbstdefinition 2500 Spiele für Gruppenstunden, Ferienlager, Party-Spiele
  • für WUP und kleine Auflockerungen zwischen
Spieledatenbank einer Privatperson, die gemäß Impressum 34 Jahren ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig war
  • Filterfunktion nicht inhaltlich sondern nach Rahmenbedingungen wie benötigtes Material (wenig – viel), Beschaffungsaufwand, Vorbereitungsaufwand, Mitspieler (Alter)

Methode: Wie im richtigen Leben – Rollenrennen

Beschreibung:

  • Bei diesem Spiel werden verschiedene Rollen verteilt und Fragen gestellt. Kann man eine Frage mit „ja“ beantworten geht man einen Schritt voran. Beantwortet man die Frage mit einem „nein“ bleibt man stehen.
  • Seminarleitung stellt Fragen: Wer steht am Ende wo und wie fühlt er/sie sich dabei?

Feedback:

 

 

  • zu wenig Zeit, um sich zu entscheiden
  • sich mal in eine andere Rolle einzudenken
  • bei der Schlussrunde war es schwierig, sich daran zu erinnern, wie man welche Fragen beantwortet hatte.

–> Hinweis: es wäre hilfreich, die gestellten Fragen gut sichtbar aufzuhängen, damit man sich daran orientieren kann.

  • bei den priviligierten Rollen wäre eine präzisere Beschreibung der Rolle gut, da man sich sonst die automatisch weitere positive Aspekte hinzudenkt

—-> ist dieses „Dazudenken“ vielleicht gewollt?

  • es ist interessant, was sich die Teilnehmer dazudenken
  • die Unsicherheiten beim Beantworten der Fragen führen zu einer Reflektion der eigenen Einschätzungen und eröffnet neue Gedanken und Sichtweisen. Man stellt sich die Farge „Wie ist das eigentlich in dieser Situation?“
  • Die Zwischenfragen beim Spiel, wer welche Rolle hat wurden teilweise als unangenehm empfunden, es nimmt auch Spannung aus dem Spiel
  • Die Zwischenfragen führen zu einem Mitdenken der anderen Teilnehmer: „Warum geht er voran/ warum geht er nicht voran?“
  • Die Frage, wie man sich gefühlt hat sollte stärker in den Vordegrund gestellt werden
  • reproduziert Stereotype —> stärkere Auseinandersetzung in der Auswertung mit der Haltung der einzelnen Figuren Wie kann diese Übung eingesetzt werden: Die Übung ist ein Aufmacher – die Auswertung kann man nach dem Ziel des Seminars ausrichten. Für Schüler sollten die Fragen eher alltagsbezogen formiliert werden. Die Übung hilft sich seiner eigenen (priviligierten Rolle?) bewußt zu werden. Es werden die Priviligiertenverhältnisse in der Gesellschaft ausgezeigt und damit die gesellschaftliche Realitäten ins Bewußtsein gerückt. Somit wird deutlich, dass es sich hierbei nicht um persönliche, sondern um gesellschaftliche Probleme handelt. Für uns Teamer soll es eine Anregung sein, sich mit diesen Themen bzw. einzelnen Themen zu beschäftigen. Die Tabelle sollte situationsabhängig eingesetzt werden. Sie ist als Klärung der gesellschaftlichen Realitäten wie auch als Basis zur weiteren Arbeit sinnvoll.

Methode: Die lebende Maschine

Beschreibung:

  • Die Seminarteilnehmer_innen werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die verscheidenen Gruppenteilnehmer einer Gruppe stellen die Einzelteile einer Maschine dar und funktionieren zusammen als Ganzes. Es beginnt ein TN und sagt „Ich bin eine XY-Maschine (z.b. Konservendosen-Deckel-Herstellungs-Maschine“.“ Die Person macht eine Bewegung und ein Geräusch. Nach und nach kommen Mitspieler_innen dazu, bis die Gruppe eine gemeinsame große, abgefahrene sinnfreie Maschine bildet.
  • Variation: Die Teilnehmer des Seminars, die gerade nicht die Maschine darstellen, geben der ‚Maschine‘ eine bestimmte Emotion (z.B. traurig, hat fast keine Energie mehr, ist heiß gelaufen, klemmt ) oder eine bestimmte Funktion (z.B. ‚Konserven herstellen‘) vor. Die ‚Maschine‘ muss das Geforderte darstellen.

Feedback:

  • Anwendung der Methode ist bei unruhiger Gruppe allenfalls schwierig, da mit Körperkontakt / Geräuschen / kann chaotisch sein und ausufern
  • Maschine ist witzig, ohne dafür beschreibend Worte einzusetzen
  • gute Lockerungsübung
  • gut einsetzbar als Einstieg für Filmseminare –> nonverbale Kommunikation betont eine andere Sprachebene. (Gesprochene) Sprache/ Worte verdecken die Dinge und nonverbale Sprache ermöglicht ein neues Verstehen der Dinge ? ermöglicht einen anderen Zugang
  • Verschiedene Varianten möglich (mit und ohne Emotionen/ mit und ohne Zweck). Gute Methode zum Auflockern. Erläuterung: Die Maschine kann mit bestimmten Eigenschaften versehen werden, z.B. Emotionen oder best. Funktionen. Die Teilnehmer der Gruppe, die gerade nicht die Maschine darstellt, gibt der ‚Maschine‘ eine best. Emotion (z.B. ‚traurig‘) ode eine bestimmte Funktion (z.B. ‚Konserven herstellen‘) vor. Die ‚Maschine‘ muss das Geforderte darstellen.
  • Guter Einstieg, wenn das Thema Fließbandarbeit oder Arbeitsteilung insgesamt ist.

Tools aus der Fortbildung „mobil spielend lernen“

Vorstellung von spannenden Tools für den Einsatz von Smartphones in der Jugendbildung auf der Fortbildung „mobil spielend lernen“ der LAG Medienarbeit Berlin: z.B. für die Stadt als Spielfeld

Mehr Tools, Projekte und Beiträge dazu auf dem Blog: mobilspielendlernen.wordpress.com

Etherpads lassen sich jetzt in Blog-Posts einbetten…

Facebook als interaktives Präsentationstool

Die Teilnehmenden dort abholen, wo sie sind ist eine der großen (vermeintlichen) Binsenweisheiten der Pädagogik und in der politischen Arbeit mit Medien auch oftmals erfolgreich praktizierte. Und weil mittlerweile fast alle potentiellen Teilnehmende für Was-auch-immer auch Facebook nutzen, bietet sich das Social Network dafür eigentlich auch fast immer.

Eine sehr kreative Nutzung von Facebook für Bildungsprozesse, hat Daniel Seitz praktiziert und in seinem Blog „Mediale Pfade“ dokumentiert. Vor Multiplikator_innen der Jugendarbeit hielt hat er – statt mit Powerpoint/Keynote oder ähnlichem – eine Facebook-Page als chronologisches Präsentationsmedium genutzt und dabei gezielt die Interaktiven Möglichkeiten genutzt, die dadurch geboten werden (Kommentare, (Meta)Diskussion, Linksammlung und andere Ergänzungen durch die Teilnehmenden).

Nett, und nachahmenswert, bestimmt auch in der Arbeit mit Jugendlichen.