Vom Seminar zum Mond. Und zurück auf die große Erde.

Rückblickend auf die letzten sechs Jahre innerhalb der Projektgruppe „Globalisierung und Medienkommunikation“ im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten haben wir für den Jahresbericht auf unsere Arbeit zurück geblickt und dies in den einzelnen Einrichtungen resümiert. Im Folgenden ist als Auszug aus dem (derzeit in Endredaktion befindlichen) Jahresbericht beispielhaft am Projekt MyMusic erläutert, wie im ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. gearbeitet wurde und wie dort Projekte nachhaltig ineinander gegriffen haben.

Nach dem u.a. mit dem Integrationspreis der Niedersächsischen Lotto Sport Stiftung ausgezeichneten Projekt „Hotel California“ stand fest: die gemeinsame Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen und in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen an der Schnittstelle von politischer und kultureller Jugendbildung bietet viel Potential für partizipative Ziele, kreatives Arbeiten und das Zusammenbringen heterogener Zielgruppen und soll daher im ABC weiter ausgebaut werden. In dem Projekt MyMusic (mit Vorlaufphase Ende 2014) wurde im Frühjahr 2015 Musik und später auch Theater als Methode und Vehikel genutzt, um gesellschaftlich relevante Themen zu bearbeiten und politische Bildung zu vermitteln.

Zeitleiste zu Projekten im ABC zwischen 2011 und 2016

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BarCamps in der politischen Bildung

Sessiondokumentation von Mari Nagaoka zur Session „Barcamps in der politischen Bildung“ von Henning Wötzel-Herber bei der Zentralen Arbeitstagung (ZAT) des AdB 2013

Erfahrungen aus Hüll

  • Start in Hüll mit der Bar Camp-Arbeit: 2010 Gendercamp (Geschlechterverhältnisse und Medien) in Hüll, im ABC
  • Hintergrund Barcamps:

Die meisten Barcamps finden in meist in weniger formellen Rahmen (z.B. oft über Firmen – bspw. Barcamp Hamburg – findet beim Otto-Konzern (stellen Räume zur Verfügung, Catering) statt oder in der Uni) statt, damals noch selten, dass es im Rahmen einer Bildungsstätte stattfindet.

Erfolgskriterien

  • nicht alleine, sondern mit Menschen, die selbst motiviert waren, das weiterverbreiten, politische Motivation – feministischer Hintergrund, oft fehle dafür Räume und Austauschrahmen. Durch die Zusammenarbeit mit ABC- Rahmen wird der Rahmen geschaffen. Intensiverer Rahmen durch Bildungsstätten-Charakter (mit Übernachtung)

Finanzierungsfrage:

  • Vorteil: war neu – Sondermittelförderantrag bei dem bpb (Sondertopf web 2.0) , TN-Beitrag: 35,00€, erstes Jahr 60 Personen.

Ergebnis:

  • Sehr gute Resonanz
  • Folgejahre: sehr einfach TN zu finden: z.B. im letzten Jahr 60 Plätze innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

Ausweitung von Veranstaltungen als Barcamps:

  • Israel-Soli-Camp (2010, 2011)
  • Vernetzung ist ein wichtiges Kriterium, um TN zu finden, oder mit einer festen Gruppe (z.B. Beispiele aus anderen Bildungsstätten – mit z.B. einer Schule, einer Schulklasse). Beim Gendercamp viele netzaffine Personen, die eh schon viel im Netz vernetzt waren.

2012: erstmalig Jugendpolitikcamp erstes Barcamp für Jugendliche in Hüll

  • Geplante Zielgruppe hier: politisch engagierte Jugendliche- mit einer guten Vernetzung), aber nicht ganz so erfolgreich – Jugendliche haben oft ein Überangebot, meist in eigenen Strukturen eingebunden
  • tatsächlich erreichte Zielgruppe: bildungsbenachteiligte Jugendliche u.a. mit Migrationshintergrund. Eher Jugendliche, für die es weniger Angebote gibt
  • Werbung im Netz, und klassische Werbewegen über Flyer-Postkarten an Schulen, Jugendzentren
  • Im nächsten Jahr: ehemalige Teilnehmer_innen sprechen andere Jugendliche an.
  • Kooperation mit Migrantenselbstorganisation (Jugendliche ohne Grenzen)

Das IJAB hat einen Reader herausgebracht zur Durchführung eines Barcamps auf folgender Seite: http://www.ijab.de/teilhabe/partizipation/a/show/youthpart-veroeffentlicht-den-jugendbarcamp-reader/